100 Jahre Elb-Segler-Vereinigung e.V.


Die Elb-Segler-Vereinigung e.V. wurde am 14.03.1923 mit Abhalten der Gründungsversammlung gegründet. Mit Eintragung am 14.04.1923 in das Vereinsregister der Stadt Hamburg wurde dieses offiziell bestätigt.

 

Somit feiert die Elb-Segler-Vereinigung e.V. im Jahre 2023 ihr 100-jähriges Bestehen.

 

Dazu waren am 17.03.2023 Vertreter von Politik, Verbänden und befreundeten Vereinen zu einem Jubiläumsempfang geladen.

 

Möge die Elb-Segler-Vereinigung e.V. weiterhin bestehen und Seglerinnen und Seglern aller Facetten eine Heimat geben, wie sie es die letzten 100 Jahre über gemacht hat.



Geschichte der Elb-Segler-Vereinigung e.V.

 

In der Nachkriegszeit des ersten Weltkrieges suchten die Menschen, bedingt durch die einsetzende Industrialisierung, einen Ausgleich zur täglichen Arbeit. So kam es, dass auch Sportarten, die vorher nur privilegierten Schichten vorbehalten waren, von Handwerkern, Angestellten und Beamten ausgeübt wurden.

In Hamburg wurde eine Reihe neuer Segelvereine gegründet: so auch in den 1920er Jahren der Bille-Wassersport-Verein (BWSV) und 1923 die Elb- Segler- Vereinigung (ESV).

 

Die ersten 10 Jahre liegen im Dunkel der Vergangenheit. Die Zerstörung des 2. Weltkrieges trug dazu bei, dass sämtliche Unterlagen aus dieser Zeit vernichtet wurden. 

1933 musste der 1. Vorsitzende der ESV, Paul Intram, als Gauwassersportbeauftragter sogenannte "kleine" Segelvereine auflösen, wie auch den BWSV und die ESV. Um das zu verhindern, schlossen sich beide Vereine unter dem Stander der ESV zusammen und besaßen nun zwei Vereinsanlagen.

 

Der Verein wuchs, Hein Garbers baute seine "Windspiel III" aus Stahl, Jan Libnow "Albatros" und Jan Hitzwebel "Ayesha" noch in Holz. In den Jahren 1935 bis 1937 war Hein Garbers mit seiner "Windspiel" auf Regatten erfolgreich. Im Mai 1938 startete er zu seiner erfolgreichen Atlantiküberquerung. Während des Krieges segelte er mehrfach in spezieller Mission zwischen Südamerika und Europa hin und her.

 

1943 wurden die Anlagen an der Bille und an der Elbe weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau war schnell wieder in Gange, zunächst notdürftig wurden die Pontons und Stege wieder hergestellt. Auf dem Gelände am Köhlfleet wurden allein 16 Bombentrichter zugeschaufelt.

1946 durfte auf der Unterelbe schon wieder bis Glückstadt gesegelt werden, an der ersten Nachkriegsregatta im September 1946 waren schon wieder 5 ESV- Yachten am Start.

Im Oktober 1948 wurde die Jugendgruppe neu gegründet. 7 Jugendliche setzten unter der Anleitung von Hans Martiensen den Kutter instand.

1949 erfolgte der Stapellauf der von Hein Garbers gebauten "Windspiel IV" und "Stella Maris". Der im Jahr 1948 beschlossene Bau des Vereinshauses, der nur zögerlich vonstatten ging, konnte im Jahr 1951 abgeschlossen werden. Einweihung wurde am 27.10.1951 gefeiert.

 

1954 wurde der Bau eines Winterlagerschuppens beschlossen. Einweihung erfolgte zum Katerbummel am 1.1.1955.

Viel zu früh verstarb im Dezember 1963 mit erst 54 Jahren Hein Garbers.

Im Sommer 1966 zogen die Sommerlieger vom Köhlfleet um in den neuen Yachthafen in Wedel.

1967 wurde auf Vorschlag von Jan Libnow und Albert Litzenroth und mit dem Einverständnis von Gerda Garbers der Hein-Garbers-Erinnerungspreis zur Prämierung besonderer Segelreisen ins Leben gerufen. Voraussetzung: Führen eines Fahrten- bzw. Logbuches.

1970 war die ESV mit 52 Schiffen im Yachthafen Wedel vertreten. Jan Libnow spendete seinen gaffelgetakelten Kat "Albatros V" der Jugendgruppe.

Im März 1971 gab es einen neuen Jugendkutter: Der ehemalige "Roland von Wedel" der SVWS wurde gekauft und am 15. Mai auf unseren traditionellen Kutternamen "Keen Tied" getauft.

Am 26.10.1972 wurde Richtfest unserer neuen Halle 2 gefeiert.

 

1973 feierte die Elb-Segler-Vereinigung ihr 50-jähriges Jubiläum.

 

1975, mit 68 Jahren, hat Jan Libnow seine neue "Albatros VII" fertiggestellt und nach einiger Zeit zum Kimmkieler umgebaut. 1979 erhielt er für seine Wattfahrten im Alter von 74 Jahren Silber vom DSV.

1977/1978 Gründung des Polders Dradenau nach der Sturmflut 1976. Fertigstellung der Poldermauer im Frühjahr 1978. Anschaffung des Werkstattcontainers.

1978 Erstmaliges Setzen des "roten Zylinders" und Installation eines Signalmastes nach einem Pfahlbruch beim SCOe, ausgelöst durch Schlepperschwell. Kauf der "Blauen Zugmaschine". Asphaltierung des landseitigen Geländes.

Im Herbst 1981 wurde das Vereinshaus umgebaut.

1988 wurde der alte Bootsschuppen, die Halle 1, abgerissen und neu gebaut. Jan Libnow ist gestorben. "Albatros VII" wurde, wie seine früheren Schiffe, der Jugendgruppe gestiftet.

1992 und 1993 gewann Werner Schulz mit seiner "Roy" das Blaue Band der Niederelbe und Jens Rüter (jetzt Jungblut) segelte beim Admiral´s Cup auf der "Rubin" von Hans- Otto Schümann.

1996 wurde wieder erfolgreich Jugendarbeit betrieben und unser Anleger bekommt einen neuen Schlengel.

1997 wurde der Zaun zum Spielplatz erstmals errichtet.

 

1998 feierte die Elb-Segler-Vereinigung ihr 75-jähriges Jubiläum.

 

1999 Erneuerung der Elektrik der Winde durch Günther Hauer

2001-2002 Sanierung des Dachgeschosses unseres Vereinshauses

2003 Einbau von 2 neuen Fenstern in das Vereinshaus

2005 Gründung des ESV-Chors "Die Seilers vom Köhlfleet"

2006 Erneuerung der Schließanlage auf unserem Gelände

2007 Neues Dach und neue Aussenwände für die Halle 2

2009 Neue Niedergangsbrücke aus Aluminium, neue Pfähle beim SCOe und neue Pfahlschlösser

2010 Sanierung des Schlengels

2011 Neuer Zaun zur Straße und zur Trailerwiese

2012 Erhöhung der Poldermauer und Neubau des Fluttores, Verlängerung des Pachtvertrages von ESV und SCOe

2015 Renovierung des Vereinshauses und Einbau neuer Fenster. Installation eines Defibrillators

2018 Reparatur des Schlengels

2019 Neues Dach und neue Beleuchtung für Halle 1

2021 Neubau des Signalmastes und Reparatur der Niedergangsbrücke

2022 Neuanschaffung eines Treckers, Verkauf der "Blauen Zugmaschine" und Einbau einer neuen Schließanlage. Mit dem SCOe zusammen wurden die Pfähle beidseitig der Niedergangsbrücke ersetzt.

 

2023 Die Elb-Segler-Vereinigung e.V. feiert ihr 100-jähriges Jubiläum.

 

2023 Neuanschaffung eines neuen Unimogs und Verkauf des alten, roten Unimogs