Inselabenteuer mit "Elfriede"

Auf 30° Celsius sollte das Thermometer tagsüber noch klettern, als am Sonnabendvormittag die „Elfriede“ über See und die junge Crew über Land am Köhlfleet zusammenkamen. Berge von Gepäck und Verpflegung verschwanden schnell und mit vereinten Kräften im Bauch des 114 Jahre alten Ewers. Beim Seemannshöft wurden die Segel gesetzt, allerdings wegen zu wenig Wind ging es mit Motorunterstützung elbab. Hinter Blankenese wurde der Bulkcarrier „SEAMARLIN“ per Funk angepreit und gebeten, als Antwort nach dreimaligem Tuten auf „Elfriede“ ebenfalls drei Mal zu tuten. Zur großen Freude tat „SEAMARLIN“ genau das, laut und sonor.

Auf Höhe des Yachthafens wurde das Fahrwasser gequert und Hans- Kalb- Sand westlich gerundet. Bei Tonne 4 ging „Elfriede“ gemeinsam mit „Ritena, „Dasindwir“ und „Windspiel“ vor Anker.

Florian skipperte „Elektra“ und unternahm unzählige Shuttletouren, um die jungen Segler, Gepäck, Zelte und Verpflegung auf den Sand zu verfrachten. Mittlerweile waren 30° längst erreicht, nichts lag näher, als sich als erstes im Wasser der Nebenelbe zu erfrischen. Allerdings nicht ohne vorher ausgiebig im Schlick gebadet zu haben. Im Anschluss wurden gemeinsam die Zelte aufgebaut und der Lagerplatz an Land gerichtet. So verging der Nachmittag wie im Fluge, als sich nach und nach bei allen der Hunger meldete. Der konnte mit Würstchen, Fleisch, Gemüse, Fladenbrot und Salaten gestillt werden. Stephan erwies sich als virtuoser und unermüdlicher Chef von drei Cobb- Grills. Er briet Wurst um Wurst und Schnitzel um Schnitzel. Auch die veganen Würstchen, nur hatten diese den unnachahmlichen Geschmack von Sägespänen. Da halfen weder Ketchup noch Senf.

Kaum satt, ging es wieder Richtung Schlickbad zur Wattolümpiade mit anschließendem Reinigungsbad in den temperierten Fluten der Hahnöfer- Nebenelbe. Die Großen entfachten das Lagerfeuer und weiter ging es mit Stockbrot und gegrillten Marshmellows. So lange, bis geschickterweise die Flut gegen 22:30 Uhr das Feuer automatisch zum Erlöschen brachte und es in Richtung Zelt und Schlafsack ging. Die Jüngeren schliefen sofort ein, die Älteren spökten noch ein wenig durchs Gelände, bis auch sie den Weg in ihre Koje fanden.

Der Sonntag weckte mit Gewitter! Das stand zwar nicht im Prospekt, aber wurde klaglos in Chiaras großem Zelt ausgesessen. Als der Regen nachließ, wurde das Lager aufgeräumt, alle Spuren beseitigt, zusammengepackt und alles und alle retour geshuttelt. Auf der „Elfriede“ wurde bei nachlassendem Regen gefrühstückt und die Rückreise angetreten. Florian bratzte mit der „Elektra“ in 25 Minuten vorweg zum Köhlfleet, „Elfriede“ brauchte mehr als eine Stunde länger.

Auch am Köhlfleet fassten alle mit an. So ging das Löschen der Ladung und die Totalreinigung der „Elektra“ ruckzuck über die Bühne. Jeder fand in der übriggebliebenen Verpflegung etwas, was er oder sie gerne mit nach Hause nahm. Wie immer fand Nutella als Erstes dankbare Abnehmer, aber auch die anderen Sachen fanden zögerlichen Absatz. So viel! Oder so wenig gegessen! Nun warten in der Kühltruhe noch Würstchen und Koteletts auf ein nächstes Grillen, vielleicht beim letzten Training vor den Ferien?

Beim nächsten Training gibt es zur Abwechslung mal keine Hot Dogs, sondern Sandwiches mit Käse und Wurst. 

Die Stimmen, die wir einsammeln konnten, waren sich einig, dass es ein tolles Wochenende war. Allerdings eines und das muss deutlich gesagt werden: Richtig blöd waren Hunderte von Stichen von fiesen kleinen Gnitzen, die wir mit Hause nehmen, und die noch tagelang jucken werden. Diese Viecher waren echt überflüssig...

Was für ein tolles Wochenende, was für tolle Kinder und nicht zu vergessen: Schipper Klaus, Obmann Jürgen, Outdoorexperte Uwe, die beiden Joker Ole und Ebbi und der Chef vom Grill Stephan: ein dreifach kräftiges: „Hipp Hurra!“

Fotos hier klicken